Mittwoch, 2. Dezember 2015

Hörbuchrezension: Der Marsianer von Andy Weir

Heute möchte ich eine neue kleine Rubrik in meinem Kreativblog eröffnen, nämlich ein kleines Abteil mit Hörbuchrezensionen. Denn ich bin nicht nur leidenschaftliche Podcasthörerin, sondern höre auch gerne Hörbücher. Ich höre mir gerne Podcasts oder Hörbücher bei Autofahren oder beim Stricken an, weil ich dabei immer ganz gut entspannen kann.

Ich liebe zwar auch Musik über alles, aber auf Dauer wird es doch ein bisschen langweilig, wenn man fast immer die selben alten Songs hört. Daher habe ich mich für ein Probeabo für 3 Monate für den Amazondienst "Audible" entschieden. Dort kann man sich aus der umfangreichen Bibliothek monatlich ein Hörbuch aussuchen, welches man umsonst hören kann. Natürlich kann man sich noch weitere dazukaufen, wenn man möchte.


Mein erstes Hörbuch, welches ich mir geholt habe, ist "Der Marsianer". Die Romanvorlage stammt von Andy Weir. Ich hatte schon vorher mitbekommen, dass es zu diesem Buch eine Verfilmung mit Matt Damon gibt. Ich mag Matt Damon schon sehr lange (spätestens nach dem Filmklassiker Dogma) und war deshalb neugierig. Aber nun zum Inhalt des Buches.

In der nahen Zukunft gibt es ein Welttraumprogramm namens Ares, welches sich auf die Erforschung des Mars spezialisiert hat. Mark Whatney, seines Zeichens Botaniker sowie Ingenieur, befindet sich auf der dritten Ares-Misson. Am 6. Tag ihrer Mars-Exkursion werden die Astronauten von einem Sandsturm überrascht. Die Crew versucht zu fliehen - während der Evakurierung wird Mark Whatney von einem vorbeifliegenden Trümmerteil aufgespießt und weggeschleuert. Die Crewmitglieder nehmen an, dass er getötet wurde und aktivieren das MRM (Mars-Rückkehr-Modul), um sich auf das rettende Raumschiff zu retten. Was sie nicht wissen - Mark Whatney hat den Unfall überlebt und beginnt nun seinen Überlebenskampf auf dem roten Planenten.

Mehr möchte ich zum eigentlichen Inhalt des Buches bzw. Hörbuches nicht verraten. Ich möchte aber ausdrücklich erwähnen, dass der Marsianer keine "leichte Kost" ist. Es wird viel über mathematische Berechnungen und wissenschaftlicheVorgänge gesprochen. Allerdings werden solche Passagen sehr gut erklärt, dass selbst ein Laie sie gut nachvollziehen kann.

Hinzu kommt, dass der Hauptprotagonist, Mark Whatney, ein verdammt pragmatischer Kerl ist, der scheinbar aussichtlose Situationen mit einem kühlen Kopf und einer Portion Galgenhumor meistert. Ich war immer sehr in ihn investiert und fieberte mit ihm in seiner Schlacht gegen den Mars mit. Auch seine Sprecherrolle ist mit der Stimme von Richard Barenberg gut besetzt. Schade finde ich allerdings, dass dieser auch alle anderen Stimmen (inklusive der Frauen) spricht, was in vielen Fällen gut passt, aber in einigen wenigen Ausnahmen (Dr. Vogel D:) leider nicht so gut funktioniert.

Wer gerne mal etwas anderes liest und sich von wissentschaftlichen Passagen sich nicht abschrecken lässt, bekommt eine Geschichte geboten, die durch und durch einzigartig ist. Ich habe das Hörbuch innerhalb von 2 Tagen verschlungen und bin gerade dabei es nochmal zu hören - das habe ich bisher noch nie gemacht. Der Marsianer ist einfach ein unglaublich witziges, wie intelligentes Buch - perfekt für kalte, lange Winterabende am Kamin.

Wer nun Lust auf Hörbücher bekommen hat - es gibt momentan ein Angebot, wo man als Prime-Mitglied kostenlos 3 Monate den Service von Audible nutzen kann. Nach 3 Monaten kann man diesen ohne Kündigungsfrist kündigen ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Ich kann es nur empfehlen.

Liebe Grüße
Sina
Verlinkt bei Mittwochs mag ich.

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Kommentare:

  1. Ich lese schon seit einigen Monaten sehr gern deinen Blog, bin aber eine sehr stille Mitleserin und eher schreibfaul ;)

    Hier möchte ich mich aber mal zu Wort melden, denn erst vor ein paar Tagen habe ich das Buch gelesen. (Also brandaktuell) Den Film habe ich mir vorher angeschaut, fand ihn insgesamt gelungen, habe aber etwas Tiefe im Charakter des Mark Watneys vermisst. Im Buch ist natürlich viel mehr Raum für Erläuterungen. Nicht nur die techn. Hintergründe fand ich nachvollziehbar und interessant, auch sein emotionales Innenleben fand ich sehr faszinierend. Trotz seinem Pragmatismus und seinem trockenen Humor (ich musste einige Male laut auflachen), war doch auch die Verzweiflung anzumerken. Die ich im Film doch sehr vermisst habe, da war Mark immer erstaunlich happy.
    Trotzdem hätte ich gern auch eine negative Strömung bei der Geschichte gehabt. Eigentlich jeder, egal ob NASA Mitarbeiter oder normale Bevölkerung, wollte dem Verunglückten augenblicklich helfen, egal was es kosten möge. Klar finde ich die Botschaft nett, dass die Menschneit im Grunde hilfsbereit ist, aber gerade die aktuelle politische Lage zeigt, dass es ebend auch Menschen von anderem Schlag gibt, die ein Menschenleben in Geld umrechnen. Eine Debatte darüber hätte die Geschichte für mich abgerundet, um alle Facetten (ob positiv oder negativ) abzubilden.

    Jetzt ist es aber genug, ich ziehe mich wieder in meine Stille zurück!
    Liebe Grüße und ich bin weiterhin gespannt auf deine schönen Projekte,
    Sophie

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    1. Hallo Sophie,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. :)

      Ich kann dir in vielen Punkten voll zustimmen. Mich hat es persönlich nicht gestört, dass das Buch im Grunde eine naive und grundpositive Einstellung hat. Ich bewundere Mark Whatney sehr für sein Durchhaltevermögen - egal was sich ihm entgegenstellt, er versucht eine Lösung zu finden. Davon könnte sich der ein oder andere gern eine Scheibe abschneiden. Das Buch ist was die menschliche Komponente angeht leider wirklich unrealistisch, da muss ich dir zustimmen.

      Liebe Grüße
      Sina

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Vielen Dank, dass du ein paar Worte da lassen möchtest. Ich freue mich über jeden Kommentar und versuche jedem zu antworten. :)